#1 RE: zu alt? von Nina Schumacher 05.05.2004 08:43

Ich bin 45 Jahre alt und habe meine Ausbildung als Erzieherin 1989 abgeschlossen, seitdem aber nie in meinem Beruf gearbeitet. In dieser Zeit habe ich 3 eigene Kinder großgezogen. Jetzt teilte man mir beim Arbeitsamt mit, dass ich keine Chance auf Wiedereinstellung hätte, da ich zu lange draußen gewesen wäre und sich die Pädagogik seit damals enorm verändert hätte. Auch meine Bereitwilligkeit zu Fortbildungen o.ä. würde mir da nicht weiterhelfen. De facto wäre ich für das Arbeitsamt "Ohne Ausbildung". Kennt sich da jemand aus oder hat schon ähnliche Erfahrungen gesammelt? Habe ich tatsächlich keine Chancen mehr auf dem Arbeitsmarkt? Vielen Dank für Tipps, die mich weiterbringen könnten.

#2 RE: zu alt? von Sue 21.05.2004 16:18

Hallo!
Du könntest evtuell wieder in die Oberstufe oder Mittelstufe gehen und dann noch mal Anerkennungsjahr machen.Das ist vielleicht nicht so toll,aber es bringt bestimmt dir mehr Chancen ein,um besser in den Beruf rein zu kommen.Frag doch einfach mal,in der nächstbesten Schule.Fragen kostet ja nichts.Oder frag in Einrichtungen,ob sie vielleicht Unterstützung und Hilfe gebrauchen könnten für ein paar Stunden in der Wochen,für nur ganz wenig Geld oder erstmal ehrenamtlich.Am besten du fragst mal beim Träger nach.Interesse kommt immer gut.Und informiere dich im Internet.Weil sich heute bestimmt sehr viel verändert hat z.B. Kürzungen in Einrichtungen,neue Bildungsreform,Beobachtungsbögen,Computer in Kindergärten....
Hier eine ein paar Seiten für dich:
www.kinder-nrw.de
www.kigaweb.de
www.tageseinrichtungen.nrw.de
www.erzieherin-online.de
www.jugendmedienschutz.de

Es kommt sehr gut an,wenn du über die neuen Veränderungen sehr gut bescheid weißt,das gibt beim Träger bestimmt Pluspunkte und du kannst dann auch mitreden.
Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg!Du schaffst das schon!Glaub an dich und deine Fähigkeiten!

#3 RE: zu alt? von Kolja Richter 08.05.2004 17:33

45 Jahre alt, 15 Jahre aus dem Beruf und nie in der Praxis gearbeitet? Damit hättest du sogar schlechte Karten, wenn du Wirtschaft oder Informatik studiert hättest. Das hat nicht primär mit dem Erzieherberuf zu tun.

Zur Behauptung, dass sich in der Elementarpädagogik viel geändert hat: Ja, so ist es.

Mein Tipp: Verlass dich nicht aufs Arbeitsamt. Wenn du noch einmal eine Stelle willst, musst du selbst aktiv werden und zwar ohne Garantie, dass sich das auszahlen wird. Vielleicht könntest du als geringfügig Beschäftigte irgendwo einsteigen, um überhaupt wieder reinzukommen. Ehrenamtliches Engagement wäre auch eine Möglichkeit, um zu zeigen, dass was kannst.

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