Ehrliche Antwort dringend gesucht - Die heilige Kuh ?

24.08.2000 15:32
avatar  Arete ( gelöscht )
#1
Ar
Arete ( gelöscht )

Guten Tag an alle!

Manchmal scheint es mir, als würde ich versuchen, eine heilige Kuh zu schlachten. So nach dem Motto: "Eine Krähe hackt der anderen Krähe kein Auge aus". Vielleicht findet sich ja hier jemand, der mir und meiner Freundin offen und ehrlich einige Informationen gibt.

Nach welchen Richtlinien müssen Sozialarbeiter/Pädagogen arbeiten? Im aktuellen Fall geht es um einen Jungen, der im Heim (Pfalz) untergebracht ist (auf eigenen Wunsch).
Das Sorgerecht liegt bei beiden Elternteilen. Weder die Heimleitung noch die ErzieherInnen informieren die Eltern über begangene Straftaten des Jungen. Die Eltern werden immer erst durch die Staatsanwaltschaft informiert. Dieses Vorgehen scheint nicht gerechtfertigt. Der Vater ist besonders engagiert und meist kompromißbereit. Dennoch ist das Benehmen der ErzieherInnen unter aller Kritik.

Woran kann man eigentlich den erzieherischen Erfolg messen? Inwieweit können/sollten die Eltern mit eingebunden werden.


Gibt es keine Auskunftspflicht der ErzieherInnen den Eltern gegenüber? Wer möchte, kann mir auch gerne via Email antworten.

Ein herzliches Danke bereits jetzt!

Gruß Arete


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01.09.2000 11:45
avatar  Gerd Detering ( gelöscht )
#2
Ge
Gerd Detering ( gelöscht )

Eltern sind die natürlichen Feinde von Erzieher/innen. Jedenfalls wird dieses Vorurteil häufig von allen Seiten gepflegt. Grundsätzlich sind jedenfalls nicht die Erzieher/innen gegenüber den Eltern auskunftspflichtig (Beschäftigte im Heim), sondern die Institution (d.h. in der Regel die Heimleitung). Im Jugendhilfeplangespräch werden meistens die näheren Umstände festgelegt (wann, wie, worüber). Nichts zu sagen, ist immer die sichere Seite (für die Kollegen/innen im Gruppendienst). Sollte es über den Informationsfluss zu Differenzen kommen, empfiehlt sich ein Gespräch mit den zuständigen Sozialarbeitern und der Heimleitung. Vielleicht gibt es ja gute Gründe für das entsprechende Verhalten.
Mit freundlichen Grüßen
Gerd Detering
Kitanetzwerk


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