Sind Schulen SCHWARZE LÖCHER?

23.01.2003 11:56
avatar  Ibo Caj ( gelöscht )
#1
Ib
Ibo Caj ( gelöscht )

Sind Schulen Schwarze Löcher, die viele Sterne unserer Gesellschaft aufsaugen
und im Nichts leblosen Masse verschwinden lassen, die immer mehr
mit unsichtbarer Kraft andere anzieht, um das verfügbare Wissen
so zu verdichten, das es kein Entrinnen mehr gibt?

Nur wenige Sterne scheinen noch dem "Wissenstrichter Schule"
zu entkommen, und sich ihre Dummheit zu bewahren,
mit der sie lustvoll erkennen können, daß sie jeden Tag
gescheiter werden, wenn sie die Motivation nicht verlieren.

Wo bleibt die Kreativität, die immer weniger Sterne strahlen läßt?

Sorry, aber die Unterscheide, sich Wissen aneignen zu lassen,
sind wirklich zu groß, und Lehrer könnten sich eigentlich darauf beschränken,
Motivation zum Entdecken des verfügbaren Wissens zu vermitteln
und jungen Menschen beim Erreichen dieses Wissens
ein bißchen so unter die Arme zu greifen, daß es ein bißchen kitzelt ...

Klar kann Schule nicht das wettmachen, was schon bei der Entwicklung
unseres Bewußtseins daneben ging. Aber einiges könnte man wirklich
im Handumdrehen anders machen, ohne auf Ergüsse von oben zu warten.

Wer ein paar Ideen braucht, kann mir gerne schreiben.

Danke für's Aufnehmen meiner kritischen, überheblichen Gedanken
und schöne Grüße
Ibo


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23.01.2003 19:02
avatar  JoJo ( gelöscht )
#2
Jo
JoJo ( gelöscht )

Hi,
eigentlich versuch ich das den ganzen Tag, also Motivation zu vermitteln. Wenn ich mich dann sehr selbstkritisch betrachte, käme ich zu dem Schluss, dass ich den falschen Beruf ergriffen habe. Irgendwie will es mir nämlich nicht gelingen, den "Sternen" Motivation einzuhauchen.
Hmmmm?
Hmmmm?
Wie war das nochmal mit der Motivation? Ich weiß nicht, aber sollte Motivation nicht unbedingt eingehaucht, sondern eher "ausgehaucht" werden (also von innen kommen - nicht dass wir uns missverstehen *fg*).
Warum soll ich jemanden, der sich für diesen Beruf entschieden hat, Motivation einhauchen. Ich kann versuchen diese Motivation ständig auf´s neue zu entfachen, aber sonst...
Und jetzt mal vielleicht etwas deutlicher.
Was soll das hier? Soll es bedeuten, die Lehrer sind inkompetent? Das ist nichts neues und stimmts teilweise (!) vermutlich. Damit ist aber das Problem noch nicht gelöst. Wie viele Schüler sitzen in der Ausbildung und haben wenig Motivation; frag mich nicht warum. Ich kann nämlich nicht erkennen, dass alle durch ihre Kommunikation mitteilen, ich will motiviert werden.
Naja, wenn Kommunikation alles ist, wie es so schön auf der Website heißt, wo, oder bei wem, liegt dann das Problem in der Kommunikation.
Auch wenn du schon auf die Überheblichkeit hinweißt - ich hab´ sie allerdings nicht so sehr gefunden - dann mach auch bitte konstruktive Vorschläge. Nicht umsetzbare Ideen - also nicht umsetzbar in den Köpfen derer, die über die Umsetzung zu bestimmen haben - haben wir schon genug; ICH KANN SIE NICHT MEHR HÖREN.

JoJo

>Sind Schulen Schwarze Löcher, die viele Sterne unserer Gesellschaft aufsaugen
>und im Nichts leblosen Masse verschwinden lassen, die immer mehr
>mit unsichtbarer Kraft andere anzieht, um das verfügbare Wissen
>so zu verdichten, das es kein Entrinnen mehr gibt?
>Nur wenige Sterne scheinen noch dem "Wissenstrichter Schule"
>zu entkommen, und sich ihre Dummheit zu bewahren,
>mit der sie lustvoll erkennen können, daß sie jeden Tag
>gescheiter werden, wenn sie die Motivation nicht verlieren.
>Wo bleibt die Kreativität, die immer weniger Sterne strahlen läßt?
>Sorry, aber die Unterscheide, sich Wissen aneignen zu lassen,
>sind wirklich zu groß, und Lehrer könnten sich eigentlich darauf beschränken,
>Motivation zum Entdecken des verfügbaren Wissens zu vermitteln
>und jungen Menschen beim Erreichen dieses Wissens
>ein bißchen so unter die Arme zu greifen, daß es ein bißchen kitzelt ...
>Klar kann Schule nicht das wettmachen, was schon bei der Entwicklung
>unseres Bewußtseins daneben ging. Aber einiges könnte man wirklich
>im Handumdrehen anders machen, ohne auf Ergüsse von oben zu warten.
>Wer ein paar Ideen braucht, kann mir gerne schreiben.
>Danke für's Aufnehmen meiner kritischen, überheblichen Gedanken
>und schöne Grüße
>Ibo


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24.01.2003 18:11
avatar  Ibo Caj ( gelöscht )
#3
Ib
Ibo Caj ( gelöscht )

Hi "JoJo"!

(-: Ich hoffe, Du kommst wieder nach meiner Antwort ;-)

>Wie war das nochmal mit der Motivation? Ich weiß nicht, ...

... vielleicht wäre das ja ein Ansatz ...

>... aber sollte Motivation nicht unbedingt eingehaucht,
>sondern eher "ausgehaucht" werden (also von innen kommen
>- nicht dass wir uns missverstehen *fg*).

Klar. Zuerst mal müssen Lehrer motiviert sein,
ihren Schülern Motivation zu vermitteln.
Es sei denn, Schüler würden deshalb in die Schule gehen,
damit Lehrer was davon haben ... ;-)

>Warum soll ich jemanden, der sich für diesen Beruf entschieden hat,
>Motivation einhauchen. Ich kann versuchen diese Motivation
>ständig auf´s neue zu entfachen, aber sonst...

Oh, ein kleines Mißverständnis! - Es geht darum,
Schüler zum Selbstlernen zu motivieren, nicht darum,
Lehrern nach der Ausbildung etwas einzuhauchen,
das ihnen irgendwo abhanden gekommen ist,
oder das noch gar nicht da war.

>Und jetzt mal vielleicht etwas deutlicher.
>Was soll das hier? Soll es bedeuten, die Lehrer sind inkompetent?

Sieh mal. Eines der größten Probleme des modernen Menschen ist,
daß er nicht mehr genug Zeit hat, zur Verfügung stehendes Wissen
aufzunehmen, und dann nach Bearbeitung mit dem vorhandenen auszuwerten.
Dabei trickst er beispielweise mit der Bildung von Denkpauschalen wie diesen.

Warum sollten Lehrer inkompetent sein?
Kein Wort fiel darüber in meinem Text!
Was ist Deine Absicht mit derlei abwertenden Feststellungen,
die nicht der Wahrheit entsprechen?

>Das ist nichts neues und stimmts teilweise (!) vermutlich.
>Damit ist aber das Problem noch nicht gelöst.

Du stellst etwas fest, was vermutlich stimmt,
und ziehst einen Schluß. Interessant.

>Wie viele Schüler sitzen in der Ausbildung und haben wenig Motivation;
>frag mich nicht warum. Ich kann nämlich nicht erkennen,
>dass alle durch ihre Kommunikation mitteilen, ich will motiviert werden.

Das haut mich fast um. Ich glaube es wäre wirklich besser,
Du würdest Deinen Beruf an den Nagel hängen.
Du weißt, daß viele Schüler ohne Motivation herumsitzen,
scheinst Dich nicht für den Grund bzw. die Ursachen zu interessieren
und erwartest, daß sie Dir sagen, daß sie motiviert werden wollen.
Stark, aber so ungefähr muß es irgendwo öfter sein, wie mir scheint ...

>Naja, wenn Kommunikation alles ist, wie es so schön
>auf der Website heißt, wo, oder bei wem,
>liegt dann das Problem in der Kommunikation.

Vor allem darin, daß zu viele Menschen ihre Wahrnehmung
einschränken und auf das richten, was ihnen die meisten Vorteile bringt.
Du bist vermutlich nur über die erste Seite geflogen,
weil Du in Deiner Berufsehre gekränkt worden bist.

Hättest du ein bißchen sorgfältiger wahrgenommen,
hättest Du auch entdeckt, woher unsere Probleme
beim Kommunizieren kommen.

>Auch wenn du schon auf die Überheblichkeit hinweißt
>- ich hab´ sie allerdings nicht so sehr gefunden -
>dann mach auch bitte konstruktive Vorschläge.
>Nicht umsetzbare Ideen - also nicht umsetzbar in den Köpfen derer,
>die über die Umsetzung zu bestimmen haben - haben wir schon genug;
>ICH KANN SIE NICHT MEHR HÖREN.


Hier hast Du eines, das Du auch als Lehrer
an weiterführenden Schulen durch Finden geeigneter Hilfen
sofort umsetzen und anwenden kannst:

Es ist auf der Seite "Chancen" von verstaendigung.de zu finden:

"Schon ein simples, mechanisches Anzeigeinstrument für Erstklässler,
das Lehrern ein Konzentrationsloch anzeigt,
ohne den Rest der Klasse zu stören, könnte Kindern Selbstvertrauen geben
und "Kollektivreaktionen" mit neuen Strafen verhindern,
sobald Lernstoff langweiliger vermittelt wird als Wissen,
das TV-Macher sogar spannender präsentieren können als Krimis."

Jemand, der kein Interesse an Verbesserungen hat wird sich fragen,
wie denn ein solches "Azeigeinstrument" aussehen kann.
Vielleicht eine rote Warnlampe mit elektronischer Überwachung
der Aufmerksamkeitsreaktionen aller Schüler ...
Das wäre prizipiell zwar machbar, aber recht teuer.

Man könnte aber sogar Erstklässlern beibringen,
auf Konzentrationslöcher zu achten, und dem Lehrer dann
ein Signal zu geben, z.B. Aufstellen einer kleinen Figur o.ä. ...

Wesentlich wäre vor allem, Kindern das notwendige Selbstbewußtsein
beizubringen, vor Mitschülern eine Lernmüdigkeit zuzugeben.

Ich bin sicher, daß ein konsequentes Nachdenken
über Lernmotivationsbehinderer sehr viel bringen wird,
denn ich glaube, daß unser Bildungssystem grundsätzlich
so laufen will, wie es eingefädelt ist.

Und was einem gefickt eingeschädelt wurde,
verliert man bekanntlich nicht mehr so leicht aus seinem Kopf.

Natürlich geht es auch um Unterordnung und Gleichrichtung,
auch wenn das nicht so deutlich in den Lehrplänen steht,
daß sich die Nutzer dieser "indiskreten Dirigismen"
dafür schämen müßten.

Lernen nur um des Paukens willen, um das Gedächtnis zu trainieren,
mit der vorübergehenden Anreicherung eines Wissens,
das mit dem nächsten interessanteren Wissen überschrieben wird,
halte ich nicht nur für eine Zeitverschwendung.

Ich glaube, daß damit sehr viel Motivationskraft kaputtgemacht wird
und Kreativität zunichte, mit der man viel anstellen könnte.


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26.01.2003 21:13
avatar  JoJo ( gelöscht )
#4
Jo
JoJo ( gelöscht )

Hi,
klar komme ich wieder *g*
Als erstes muss ich zu deiner praktischen Hilfe sagen: Respekt. Das liest sich gut. Hat irgendwie auch etwas "neutrales". Ich versuche meinen "Damen" immer mit auf dem Weg zu geben, wenn sie etwas unverständlich finden (egal aus welchen Gründen), sollten sie dies bekannt geben. Es allerdings ein Unterschied, ob ich den Finger hebe oder ein "Warnlicht" (oder wie auch immer) angehen lassen. Wobei dieses Warnlicht sicherlich, wie du schreibst, bei allen Situationen angehen sollte, die den Lernfortschritt hindern könnten.
Mal etwas zu meiner Berufsehre: so leicht kann man mich dort nicht im engeren Sinne kränken. Dazu braucht es etwas mehr. Vielleicht bin ich auch einfach ein wenig sensibel. Naja, ich möchte es nicht direkt kränken nennen; das Problem ist bloß, dass anscheinend fast jeder meint, in diesem Beruf mitreden zu können.
Jetzt zu den Schülern, die umotiviert herumsitzen. Vielleicht habe ich mich dort nicht richtig ausgedrückt (war ich vielleicht doch schon ein wenig gekränkt *g*); ich interessiere mich schon dafür. Ich bin nur der Meinung, dass immer zwei dazu gehören. Und dort gibt es nunmal Schüler, die zumindest anfangs wenig von sich preis geben. Und, versteh mich nicht falsch, ich kann leider nicht die Welt verbessern und mich um jeden Schüler so kümmern, wie es eigentlich sein sollte - gerade in diesem Berufszweig. Teilweise ist es halt schwer herauszufinden, warum einige Schüler demotiviert sind. Wenn es an der Art des Unterrichts liegt und an der Schwierigkeit des Stoffes ist es meist noch einfach, liegen die Ursachen aber viel tiefer, wird´s wirklich schwierig.
Und, ich weiß, ich mach es mir jetzt einfach, ich muss auch noch meine sonstigen Aufgaben erfüllen. Es ist halt schwierig, wenn ich einen Lehrplan habe, den ich im Grunde erfüllen muss aber nicht erfüllen kann. Irgendwie will ich ihn auch nicht komplett erfüllen, weil dann keine Zeit mehr für das Zwischenmenschliche bleibt. Dann heißt es aber wieder von oben, ich solle in erster Linie unterrichten.
Ich weiß nicht, auf von "welcher Seite" dein Blick kommt, aber gut gemeinte Weisheiten höre ich leider genug, und je nach Tagesform, kann ich da schon mal ein wenig "explodieren" (soll jetzt keine Entschuldigung sein). Ich kann halt mehr mit wirklichen Praxisvorschlägen anfangen, da sich leider das System Schule nicht so einfach ändern lässt (wäre schön, wirklich).

So, ich könnt noch mehr schreiben. Wer jetzt zwischen den Zeilen gelesen hat, dürfte ein wenig Frust erkannt haben. Gut, da steh ich aber nicht alleine da. Ob mir das jetzt allerdings hilft, ist fraglich.

Okay...

Ciao
Jens





>Hi "JoJo"!
>(-: Ich hoffe, Du kommst wieder nach meiner Antwort ;-)
>>Wie war das nochmal mit der Motivation? Ich weiß nicht, ...
>... vielleicht wäre das ja ein Ansatz ...
>>... aber sollte Motivation nicht unbedingt eingehaucht,
>>sondern eher "ausgehaucht" werden (also von innen kommen
>>- nicht dass wir uns missverstehen *fg*).
>Klar. Zuerst mal müssen Lehrer motiviert sein,
>ihren Schülern Motivation zu vermitteln.
>Es sei denn, Schüler würden deshalb in die Schule gehen,
>damit Lehrer was davon haben ... ;-)
>>Warum soll ich jemanden, der sich für diesen Beruf entschieden hat,
>>Motivation einhauchen. Ich kann versuchen diese Motivation
>>ständig auf´s neue zu entfachen, aber sonst...
>Oh, ein kleines Mißverständnis! - Es geht darum,
>Schüler zum Selbstlernen zu motivieren, nicht darum,
>Lehrern nach der Ausbildung etwas einzuhauchen,
>das ihnen irgendwo abhanden gekommen ist,
>oder das noch gar nicht da war.
>>Und jetzt mal vielleicht etwas deutlicher.
>>Was soll das hier? Soll es bedeuten, die Lehrer sind inkompetent?
>Sieh mal. Eines der größten Probleme des modernen Menschen ist,
>daß er nicht mehr genug Zeit hat, zur Verfügung stehendes Wissen
>aufzunehmen, und dann nach Bearbeitung mit dem vorhandenen auszuwerten.
>Dabei trickst er beispielweise mit der Bildung von Denkpauschalen wie diesen.
>Warum sollten Lehrer inkompetent sein?
>Kein Wort fiel darüber in meinem Text!
>Was ist Deine Absicht mit derlei abwertenden Feststellungen,
>die nicht der Wahrheit entsprechen?
>>Das ist nichts neues und stimmts teilweise (!) vermutlich.
>>Damit ist aber das Problem noch nicht gelöst.
>Du stellst etwas fest, was vermutlich stimmt,
>und ziehst einen Schluß. Interessant.
>>Wie viele Schüler sitzen in der Ausbildung und haben wenig Motivation;
>>frag mich nicht warum. Ich kann nämlich nicht erkennen,
>>dass alle durch ihre Kommunikation mitteilen, ich will motiviert werden.
>Das haut mich fast um. Ich glaube es wäre wirklich besser,
>Du würdest Deinen Beruf an den Nagel hängen.
>Du weißt, daß viele Schüler ohne Motivation herumsitzen,
>scheinst Dich nicht für den Grund bzw. die Ursachen zu interessieren
>und erwartest, daß sie Dir sagen, daß sie motiviert werden wollen.
>Stark, aber so ungefähr muß es irgendwo öfter sein, wie mir scheint ...
>>Naja, wenn Kommunikation alles ist, wie es so schön
>>auf der Website heißt, wo, oder bei wem,
>>liegt dann das Problem in der Kommunikation.
>Vor allem darin, daß zu viele Menschen ihre Wahrnehmung
>einschränken und auf das richten, was ihnen die meisten Vorteile bringt.
>Du bist vermutlich nur über die erste Seite geflogen,
>weil Du in Deiner Berufsehre gekränkt worden bist.
>Hättest du ein bißchen sorgfältiger wahrgenommen,
>hättest Du auch entdeckt, woher unsere Probleme
>beim Kommunizieren kommen.
>>Auch wenn du schon auf die Überheblichkeit hinweißt
>>- ich hab´ sie allerdings nicht so sehr gefunden -
>>dann mach auch bitte konstruktive Vorschläge.
>>Nicht umsetzbare Ideen - also nicht umsetzbar in den Köpfen derer,
>>die über die Umsetzung zu bestimmen haben - haben wir schon genug;
>>ICH KANN SIE NICHT MEHR HÖREN.
>
>Hier hast Du eines, das Du auch als Lehrer
>an weiterführenden Schulen durch Finden geeigneter Hilfen
>sofort umsetzen und anwenden kannst:
>Es ist auf der Seite "Chancen" von verstaendigung.de zu finden:
>"Schon ein simples, mechanisches Anzeigeinstrument für Erstklässler,
>das Lehrern ein Konzentrationsloch anzeigt,
>ohne den Rest der Klasse zu stören, könnte Kindern Selbstvertrauen geben
>und "Kollektivreaktionen" mit neuen Strafen verhindern,
>sobald Lernstoff langweiliger vermittelt wird als Wissen,
>das TV-Macher sogar spannender präsentieren können als Krimis."
>Jemand, der kein Interesse an Verbesserungen hat wird sich fragen,
>wie denn ein solches "Azeigeinstrument" aussehen kann.
>Vielleicht eine rote Warnlampe mit elektronischer Überwachung
>der Aufmerksamkeitsreaktionen aller Schüler ...
>Das wäre prizipiell zwar machbar, aber recht teuer.
>Man könnte aber sogar Erstklässlern beibringen,
>auf Konzentrationslöcher zu achten, und dem Lehrer dann
>ein Signal zu geben, z.B. Aufstellen einer kleinen Figur o.ä. ...
>Wesentlich wäre vor allem, Kindern das notwendige Selbstbewußtsein
>beizubringen, vor Mitschülern eine Lernmüdigkeit zuzugeben.
>Ich bin sicher, daß ein konsequentes Nachdenken
>über Lernmotivationsbehinderer sehr viel bringen wird,
>denn ich glaube, daß unser Bildungssystem grundsätzlich
>so laufen will, wie es eingefädelt ist.
>Und was einem gefickt eingeschädelt wurde,
>verliert man bekanntlich nicht mehr so leicht aus seinem Kopf.
>Natürlich geht es auch um Unterordnung und Gleichrichtung,
>auch wenn das nicht so deutlich in den Lehrplänen steht,
>daß sich die Nutzer dieser "indiskreten Dirigismen"
>dafür schämen müßten.
>Lernen nur um des Paukens willen, um das Gedächtnis zu trainieren,
>mit der vorübergehenden Anreicherung eines Wissens,
>das mit dem nächsten interessanteren Wissen überschrieben wird,
>halte ich nicht nur für eine Zeitverschwendung.
>Ich glaube, daß damit sehr viel Motivationskraft kaputtgemacht wird
>und Kreativität zunichte, mit der man viel anstellen könnte.


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29.01.2003 16:57
avatar  Ibo Caj ( gelöscht )
#5
Ib
Ibo Caj ( gelöscht )

Hallo Jens!

Dein Schluß hört sich ja traurig an. Ich finde,
daß sich sehr viel verändern läßt an Schulen,
und wenn es nur Kleinigkeiten sind,
die ein bißchen mehr Freude bringen im Alltag
und die dann die Basis für noch mehr Veränderungen werden.

Wirkungen haben Wirkungen haben Wirkungen ...

Warum sagts Du jenen nicht, was Du anders haben willst,
die dafür zuständig sind, Dir entsprechende Spielräume zu schaffen.
Eines der größten Blockaden für Veränderungen ist,
daß wir bei der nächstbesten Barriere zusammenbrechen,
weil schon viele andere davorliegen und Eindruck auf uns machen.

Dabei haben sie sich nur hingeworfen, weil sich andere hingeworfen haben, weil sich andere hingeworfen haben ...

Jeder Schüler spürt, ob sein Lehrer Interesse hat, ihm Wissen zu vermitteln,
oder ob er sich hat frustrieren lassen von einem System,
das sich tatsächlich schnell was einfallen lassen muß,
will es nicht durch was anderes ersetzt werden.

Wissenvermittlung hat sich völlig neue Wege gesucht,
und Wissen zu finden wird von Stunde zu Stunde immer einfacher.

Schöne Grüße
Ibo Caj


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