Wie stehen meine Chancen?

09.09.2007 20:16
avatar  Mo_At ( gelöscht )
#1
Mo
Mo_At ( gelöscht )

Hallo,
ich bin 31 Jahre alt, männlich und lebe in Hamburg.
Ich habe nach dem Abitur (lang, lang ist's her) Zivildienst als Individueller Schwerstbehindertenbetreuer gemacht. Danach fing ich an Deutsche Gebärdensprache zu studieren. Das war leider nicht so richtig mein Fall und ich brach ab. Danach hatte ich eine "kreative Pause" von 2 Jahren, in denen ich einer stupiden Tätigkeit für die zweitgrösste deutsche Lichtspielhauskette nachging. Danach fing ich an Grund- und Mittelstufenlehramt (Fächer Deutsch & Errdkunde) zu studieren.... das ist jetzt 5 Jahre her. Ich bin sogenannter Teilzeitstudent und arbeite neben dem Studium 20-30 Stunden/Woche bei der eingangs erwähnten Tätigkeit. Nun habe ich mal nachgerechnet und werde bei gleichbleibendem Studientempo noch eeeeewig brauchen...(3 bis 4 Jahre weiterstudieren, 1 Jahr Examen, 2 Jahre warten aufs Referendariat und dann nochmal 2 Jahre Referendariat)...
Ich stecke jetzt in einer edukativen Sinnkrise. Wo soll ich hin, was soll ich tun? Gibt es Alternativen?
Ich überlege, ob ich den Zweig wechseln werde und mich bei einer Fachschule für Sozialpädagogik anmelden soll um Erzieher oder auch Sozialpädagogischer Assistent zu werden. Ich bin mir bewusst, dass es sich um eine schulische Ausbildung handelt und ich kein Geld dafür bekäme. Aber das krieg ich finanziert, irgendwie.... Wie man an meinen "Studien-Exkursen" erkennen kann war die "soziale Schiene" schon von Anfang an mein Ziel... Und die Aussicht in absehbarer Zeit sozial tätig sein zu können und "richtig" zu arbeiten ist sehr verlockend...nicht erst in 8 bis 9 Jahren wenn ich weiter studiere, sondern in 2 bis 3 Jahren!
Ich hätte einfach nur gerne gewusst, ob sich hier irgendwer auskennt, wie meine Chancen stünden, einen Platz auf einer Erzieherschule zu bekommen. Kennt sich hier jemand mit der Platzvergabe aus? Habe ich eine reelle Aussicht einen Platz ergattern zu können?
Natürlich werde ich auch die nächsten Tage / Wochen bei den diversen staatlichen und kirchenzugehörigen Fachschulen für Sozialpädagogik in meiner Umgebung vorstellig um meine Grenzen und Möglichkeiten abzustecken, aber irgendwie hätte ich vorher gerne gewusst, wie Andere, Aussenstehende und Leute die sich evtl mit der Thematik auskennen meine Chancen beurteilen.

Ich würde mich freuen, wenn jemand antworten würde.

Danke für Eure Aufmerksamkeit und Freundliche Grüße von Mo_At


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16.09.2007 19:35
avatar  chris ( gelöscht )
#2
ch
chris ( gelöscht )

leider nicht so gut! Du bräuchtest bafög od andere förderung
brauchst einen durchschnitt realschule und berufsausbildung
nicht schlechter als 2,5!

einschlägige ausbildung usw. versuche es einfach


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01.09.2007 21:24
avatar  Verena ( gelöscht )
#3
Ve
Verena ( gelöscht )

Hallo! Du hast ja schon einiges hinter dir.. hab auch angefangen lerhamt zu studieren und dann zugunsten der ausbildung abgebrochen. chancen auf einen platz an einer fachschule sind aus meinen erfahrungen gut. du solltest dir aber über die späteren berufschancen im klaren sein. und vor allem, was noch wichtiger ist: du solltest dir darüber im klaren sein, dass an fachschulen anwesenheitspflicht besteht (fehlquote maximal 25% und die hat man echt schnell...es interessiert nämlich nicht, ob du begründet oder unentchuldigt gefehlt hast!!!) und die ausbildung ist nicht ohne, dass heißt nebenbei noch 20 stunden arbeiten gehen, kannst du getrost vergessen...
hoffe, ich hab dir weiter geholfen... lieber gruß, verena


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01.09.2007 12:12
avatar  Kurt ( gelöscht )
#4
Ku
Kurt ( gelöscht )

Einen Platz an einer Erzieherschule könntest Du schon bekommen. Aber ob Du hinterher auch einen Job bekommst, ist eine ganz andere Frage. Nehmen wir mal an, dass Du in drei Jahren als staatlich anerkannter Erzieher vom Band rollst. Will dann jemand einen 34 Jahre alten Berufsanfänger einstellen? Stell Dir vor, da ist eine Leitung in Deinem Alter. Sie hat die Wahl zwischen einer 34-jährigen mit 10 Jahren Berufserfahrung oder Dir. Oder sie hat die Wahl zwischen einer 22-jährigen Berufsanfängerin und Dir. Du würdest schon ziemlich gut argumentieren müssen, warum sie Dir den Job geben soll. Dein Vorteil ist Dein Geschlecht. Es gibt nicht viele männliche Erzieher und für manche Jobs werden die gerne genommen. Auch wenn es immer wieder behauptet wird, kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen, dass Kindergärten gerne Männer einstellen. Vielleicht gäbe es Chancen im Heimbereich. Manche Heimerzieherinnen haben mir erzählt, dass sie gerne Männer für die Arbeit mit verhaltensschwierigen Jugendlichen einstellen.

Viel Glück

Kurt


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