Entschulung der ErzieherInnenausbildung

23.02.2000 18:09
avatar  Bernd Weinmann ( gelöscht )
#1
Be
Bernd Weinmann ( gelöscht )

Wer beschäftigt sich ebenfalls mit der ErzieherInnenausbildung in Deutschland und kennt noch gute Literatur zur Entschulungsdiskussion der ErzieherInnenausbildung. Ich beschäftige mich schon seit ein paar Jahren mit diesem Aspekt der Ausbildung und bin sehr dankbar, für alle Hinweise, Anmerkungen, aber auch Anfragen zu diesem Themenbereich.


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02.03.2000 09:44
avatar  Beate Schwegmann-Böttcher ( gelöscht )
#2
Be
Beate Schwegmann-Böttcher ( gelöscht )

Ich arbeite seit fast 14 Jahren im pädagogischen Bereich und muss immer wieder feststellen, dass die Schüler der FSP mit dem, was wir " damals " gelernt haben, nicht mehr zu vergleichen sind. Ich habe den Eindruck, dass alle Themen nur angerissen werden, alles mal eben besprochen wird, aber die Praxis viel zu kurz kommt. Eine Verkäuferin oder ein Automechaniker lernen auch nicht nur in der Schule worum es in ihrem Job geht, sondern vor Ort, in der Praxis und das sollte bei den Erziehern auch geschehen. Qualifizierte Ausbildungskindergärten, wo die Schüler etwas lernen, statt dieser Massenausbildung von 9o Abgängern pro Jahr, von denen eh nur 1/4 eine Stelle bekommt.


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02.03.2000 12:13
avatar  Bernd Weinmann ( gelöscht )
#3
Be
Bernd Weinmann ( gelöscht )

Unter Entschulung der ErzieherInnenausbildung verstehe ich etwas anderes als Du.
Unter Berücksichtigung der Fachliteratur zu diesem Thema lässt sich aus meiner Sicht der Begriff Entschulung für die ErzieherInnenausbildung folgendermaßen definieren:

Im Rahmen der ErzieherInnenausbildung sind unter dem Begriff Entschulung alle Bemühungen zu verstehen, die darauf ausgerichtet sind die schulisch organisierten und den schulrechtlichen Regelungen unterliegenden Ausbildungsstrukturen an Fachschulen/Fachakademien für Sozialpädagogik aufzuspüren, sie zu analysieren und in Ausbildungskonzeptionen zu überführen, die sich an anderen Bildungskonzepten als der Schule im klassischen Sinne orientieren (insbesondere der Erwachsenenbildung und dem Studium). Ziel ist hierbei mehr Autonomie für die spezifische Ausgestaltung der einzelnen Ausbildungsstätte für ErzieherInnen zu erreichen.

Den Teil den Du ansprichst, wie qualifiziert ErzieherInnen von den Fachschulen abgehen, mag damit zwar zusammenhängen. Jedoch bezweifle ich, dass allein durch eine stärkere Verlagerung der Ausbildung in die Praxis eine bessere Qualifikation für den Beruf stattfindet.
Ich habe mir erlaubt diesen Beitrag von Dir zu kopieren und als eigenen Beitrag zur Diskussion im Forum freizugeben. (Siehe Beitrag: Qualität der schulischen Ausbildung)


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